Social Network - mal ein kurzer Überblick
Es ist im Aufbruch. Das Social-Network. Noch nie war soviel geboten.
Früher gab es die Tante, die eine Schwester hatte, die wiederrum hatte einen Bruder und von dem Bruder der Sohn, der ist Metzger. Der macht die beste Wurst.
Durch XING wurde dieses Modell online verdeutlicht. Es waren Geschäftskontakte, die man bestätigte und wiederrum sah, dass sich in diesen Kontakten ja jemand befindet, den man schon ewig kennt! Das war dann nämlich der Fritz der in der Grundschlule 3 Reihen hinter mir saß, aber als der dann auf’s Gymnasium ging hat man den nie wieder gesehen. Und jetzt? Jetzt ist er irgendwo CEO von einer ganz grossen Firma. Ja, ja die Welt ist ein Dorf und auch gab XING einem die Möglichkeit zu sehen, welche Leute ich noch kenne, die der Fritz auch kennt bzw. welche Leute ich besser kennen sollte, dass ich den Fritz sicher kennenlerne.
Ja und heute?
Heute ist Social Networking die Platt - und Werbeform schlecht hin.
Durch studiVZ, schülerVZ und meinVZ wurde die Online-Kommunikation im privaten Bereich komplett ausgebaut. Hat nicht irgendwie jeder studiert, in Zeiten wo es noch kein meinVZ gab? Ich hatte Bekannte und Kollegen, die auf dem Bau arbeiten, die studierten nun plötzlich an der Uni Medizin oder so einen Quark, aber nur um sich in StudiVZ auch anmelden zu können. die VZ’s (was ja eigentlich Mäuse und auch die Masquotchen der Firma sind) haben den Boom ausgelöst. Es war die Möglichkeit, alle Freunde auf der ganzen Welt zu finden und den Status sogar auf die Bekannten auszuweiten. Man muss nun keine lästigen E-Mails mehr schreiben, sondern plaudert einfach mal miteinander wenn der andere online ist… ganz easy.
Und trotzdem gibt es eine Steigerung: Facebook & Twitter
Facebook war letzte Woche sehr präsent in Fernsehen und Radio, da Horst Schlämmer seinen Film “Isch kandidiere” über Monate hinweg bei Facebook marketingtechnisch gepusht hat. Facebook ist derzeit die Kommunikationsplattform mit den meisten Klicks. Und eigentlich war Facebook nur entwickelt worden, weil einem Studenten an der Uni Harvard einfach mal langweilig war und er wollte, dass jeder jeden auf dem Kampus kennt… Ja und jetzt geschieht das ganze weltweit.
Im Gegensatz zu Twitter will Facebook ja ein neues SecondLife werden. Die Planungen für eine virtuelle Währung, virtuelle Shops etc. laufen, so dass die Businesskontakte alle über Facebook aktiv sind.
Die Stars haben Facebook komplett für sich entdeckt, weil sie dadurch den besseren Kontakt zu ihren Fans halten können. Ja, ja die Stars haben auch nie Feierabend… jetzt müssen sie sogar schon über Facebook ihre Akquise starten.
Und was tut Twitter marketingtechnisch dagegen? Ganz easy! Sowas wie Filmankündigungen ist ja wohl ein kleines Licht im Gegensatz zu Twitter. Dank iPhone war es möglich, die Geburt von dem Mitbegründer von Twitter live über das Netz in Textform zu übertragen. Hut ab! Wenn man in den Wehen liegt, die Fruchtblase geplatzt ist und dann noch den Nerv bzw. die Ruhe findet, eine Message in Twitter einzustellen. Wobei Ms. Williams dann doch nicht so multitaskingfähig war, denn beim Pressvorgang hat wohl ihr Mann die Berichterstattung übernommen.
Aber sehen wir es positiv: Die Verwandten wussten in Echtzeit, dass es ein Junge war! Es musste niemand auf die Uhr schauen und denken: “Wann rufen die denn an?? Wird auch alles gut gehen??” Nein, Twitter ermöglicht es nun allen mitfühlenden Großeltern und Verwandten direkt im Kreissaal dabei zu sein und die Geburt echtzeitmässig mitzuerleben! Super, einfach super!
Wer da natürlich bei dem Treiben zwischen Twitter und Facebook so gar nicht untätig zuschaut ist unser allerbester Freund: Google.
Facebook möchte sich zu einer neuen, schnelleren Suchmaschine entwickeln und das findet Google nun gar nicht so toll. Zumal für Werbung zu zahlen wird für die grossen Firmen sicher auch immer mehr und mehr der Vergangenheit angehören. Und da ist Facebook (mit Bannerwerbungen, Videostreams) nun eh schon bei jedem Marketender auf dem MUST-HAVE Zettel.
Ja, ja Google hat sich jetzt so darauf konzentriert, dass sie Microsoft ablösen können in dem Sie Office-Anwendungen kostenlos ins Netz stellen wo jeder, jederzeit alles abrufen kann, dass das Social Networking komplett übersehen worden ist. Nun ist man natürlich mit Hochdruck daran, alles so zu tun, dass man am Markt bleibt. Falls man es nicht schafft, liegen die Prognosen so, dass Google einfach mal seinen grossen Geldbeutel aufmacht und bei Twitter einkaufen geht. Mal sehen ob das Twitter-Logo dann so bleibt oder in die Google-Farben eingefärbt wird.
Es bleibt spannend. Für uns User bedeutet das halt wiederrum, dass wir froh wären, wenn es einen Anbieter gäbe, der uns ein kostenloses Intranet zur Verfügung stellt in dem wir alle unsere Passwörter und Sonstiges eintragen können.
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